Asbest in Babypuder: Johnson & Johnson ruft Produkt zurück

Der US-amerikanische Konsumgüterkonzern Johnson & Johnson (J&J) hat eine Charge Babypuder vom Markt genommen, nachdem die US-Bundesbehörde für Arznei- und Lebensmittelsicherheit (US Food and Drug Administration, FDA) in einer Produktprobe Asbestfasern nachgewiesen hatte. In einer weiteren Produktions-Charge von J&J-Babypuder konnte die Behörde hingegen kein Asbest detektieren.

Die Behörde entdeckte die Fasern im Rahmen einer größeren Untersuchung von rund 50 verschiedenen Kosmetikprodukten. Die Aktion war eine Sicherheitsmaßnahme, da man bereits im Jahr 2017 Spuren von Asbest in Kosmetika fand, die von den Einzelhändlern Claire’s und Justice verkauft wurden.

Auf Anfrage der Informationsplattform Chemical Watch betonte J&J, den Rückruf freiwillig veranlasst zu haben. Bei der betroffenen Charge handele es sich um 33.000 Flaschen, die 2018 hergestellt wurden. Keine davon befänden sich mehr in Lagern und ganz wenige, wenn überhaupt, im freien Verkauf. Gleichzeitig verweist J&J immer wieder auf die Sicherheit seiner Produkte, die durch Tests nachgewiesen sind.

Gleichwohl laufen gegen J&J und den Lieferanten Imerys Talc America fast 12.000 Klagen von Verbrauchern, die ihre Krebskrankheit auf J&J-Talk-Produkte zurückführen. Aufgrund der Klageschwemme hat Imerys Talc America bereits im Februar dieses Jahres Konkurs angemeldet.

Bei Fragen rund um die rechtliche Sicherheit Ihrer kosmetischen Produkte sind wir unter cosmetic@kft.de für Sie da. 

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