Frankreich forciert Kampf gegen hormonelle Schadstoffe

Das französische Umweltministerium (Ministère de la Transition écologique et solidaire) und das französische Ministerium für Solidarität und Gesundheit (Ministère des Solidarités et de la Santé) haben ein Strategiepapier (Deuxième stratégie nationale sur les perturbateurs endocriniens, 2019-2022) (nur in französisch) gegen hormonell wirkende Schadstoffe (Endocrine Disrupting Chemicals, EDC) veröffentlicht. 

Die Autoren definieren drei Handlungsfelder: 

  1. Sie wollen die Bevölkerung umfassender als bislang über das Thema informieren. 

Als Maßnahmen plant Frankreich unter anderem eine Liste mit hormonaktiven Substanzen zusammenzustellen und diese mit der EU-Kommission und den anderen Mitgliedstaaten zu teilen. Da Schwangere und Kinder besonders gefährdet sind, hat die französische Gesundheitsbehörde „Santé Publique France“ die Website „Agir pour bébé“ geschaltet. Dort finden Eltern Ratschläge, wie sie die Belastung mit Chemikalien minimieren können.  

  1. Sie wollen die Bevölkerung und die Umwelt besser schützen.

Frankreich appelliert an die EU, die Verordnungen über Kosmetika und Spielzeug hinsichtlich hormonaktiver Stoffe zu ergänzen. Informationen über die Belastung mit hormonaktiven Stoffen erhalten Interessierte über dieses Datenportal.

  1. Sie wollen die Forschung über die gesundheitlichen Folgen von hormonaktiven Stoffen forcieren.

Anfang September hat die französische Gesundheitsbehörde eine Studie zur Verbreitung von EDC veröffentlicht. Rund 1.100 Kinder und 2.500 Erwachsene nahmen an der Studie teil. In allen untersuchten Personen konnten die Wissenschaftler EDC nachweisen, darunter die Bisphenol-Derivate A, F und S, Phthalate, Parabene und Glykolether. Die EU hatte Anfang November 2018 ihre Strategie zusammengefasst.

Richten Sie Ihre Fragen zu EDCs gerne an uns unter reach@kft.de

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