Mexiko: Chemikaliengesetz soll kommen

Mexiko möchte seine Chemikalienpolitik auf ein festes Fundament stellen. Dies geht aus einem Schreiben der mexikanischen Bundesbehörde „Consejo de Salubridad General, CSG“ (nur in spanisch) hervor.

Danach möchte Mexiko ein nationales Management chemischer Stoffe etablieren. Basis soll eine Datenbank aller im Land verwendeten Chemikalien sein. Ferner sollen Hersteller und Importeure Daten in Form von Registrierungsdossiers liefern, die ein sicheres Risikomanagement entlang der Lieferkette ermöglichen.

Die Dossiers sollen Informationen enthalten: 

  • über allgemeine Daten zum Stoff, physikalische Eigenschaften, toxikologische und ökotoxikologische Eigenschaften sowie alle Verwendungen 
  • eine Stoffsicherheitsbeurteilung  
  • über Einstufung, Kennzeichnung und Sicherheitsdatenblätter gemäß dem GHS-System der Vereinten Nationen zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien. In Mexiko gilt seit 2018 die fünfte überarbeitete Version. 

Das CSG erwartet, dass das Gesetz im nächsten Jahr verabschiedet wird.

Die Autoren des Entwurfs begründen ihren Vorschlag damit, dass es im Land bislang keine einheitliche Regelung gebe. Jede der 11 öffentlichen Einrichtungen habe eigenen Vorgaben. Häufig habe die Industrie grundlegende Informationen wie CAS-Nummern entweder unregelmäßig oder gar nicht zur Verfügung gestellt.

Gleichwohl seien diese Informationen vorhanden, denn 90% der Chemikalien würden aus Ländern mit strikten chemikalienrechtlichen Bestimmungen importiert, sodass Informationen über Eigenschaften und Risikobewertungen vorliegen.

Der mexikanische Verband der chemischen Industrie (ANIQ) möchte mit der Behörde zusammenarbeiten. Bezüglich des neuen Gesetzes erwartet der Verband keine Einschränkungen für Waren im Land.

Bei Fragen in punkto GHS-Richtlinien sind wir unter sds@kft.de gerne für Sie da. 

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