▪︎ REACH, SDB
ChemSec veröffentlicht ChemScore report 2025 – wie die größten Chemieunternehmen mit gefährlichen Stoffen umgehen
Die internationale Umweltschutzorganisation ChemSec hat im November den „ChemScore report 2025“ veröffentlicht. Anhand einer Punktewertung und einer Rangliste wird ersichtlich, welche chemischen Unternehmen mit dem Ersetzen kritischer Substanzen, wie PFAS, ernst machen.
Seismograph für PFAS-Umgang
Hauptziel des aktuellen Berichts war es herauszufinden, wie Unternehmen mit den Ewigkeits-Chemikalien PFAS umgehen. Als Quellen nutzte ChemSec öffentliche Dokumente und kommunizierte auch direkt mit den Unternehmen. Auf Basis dieser Infos konnte ChemSec mehr als 50 große chemische Unternehmen bewerten. Wichtigste Erkenntnisse sind, dass
- die Hälfte der Unternehmen ihre PFAS-Verwendung dokumentiert.
- jedes dritte Unternehmen persistente Chemikalien reduzieren oder deren Verwendung langfristig vermeiden will.
- neun Unternehmen das PFAS-Problem anerkennen und sich dazu öffentlich erklären.
Auf seiner Website spricht ChemSec daher von einem Wendepunkt bei PFAS.
Eine Rangliste, die aufhorchen lässt
Neben dem Umgang mit PFAS hat ChemSec die Unternehmen auch hinsichtlich folgender Kriterien beleuchtet und dafür Punkte vergeben:
- die Toxizität ihres Produktportfolios
- Forschung und Entwicklung im Bereich ungiftiger Chemikalien
- Management und Transparenz sowie
- ihr Engagement, aus der Verwendung persistenter Chemikalien auszusteigen.
Das sich ergebende Ranking umfasst 40 Unternehmen, angeführt vom thailändischen Polyesterhersteller Indorama Ventures. Auch zwei deutsche Unternehmen sind unter den Top 10: Lanxess auf Platz zwei und die BASF auf Platz acht.
Zunehmende Akzeptanz
Laut ChemScore nimmt die Bereitschaft der Unternehmen, die Fragen zu beantworten, Jahr für Jahr zu. 2025 waren es immerhin zwei von drei Unternehmen. Das zeigt: Unternehmen nehmen das Ranking ernst und sehen offenbar einen Wert darin.
Bei Fragen rund um PFAS und andere Stoffe, deren Anwendung eingeschränkt ist, erreichen Sie uns gerne unter sales@kft.de.