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Safety Gate – EU Schnellwarnsystem: Trend gefährlicher Chemikalien in Konsumprodukten setzt sich fort

Mehr als die Hälfte der Meldungen im Safety Gate EU-Schnellwarnsystem (vormals RAPEX) betrifft gefährliche Chemikalien in Konsumprodukten. Das zeigt der Safety-Gate-Bericht 2025, den die EU-Kommission Anfang März 2026 veröffentlicht hat.

Im Jahr 2025 beruhten rund 53 % der Meldungen auf gefährliche Chemikalien in Verbraucherprodukten.

Warnmeldungen häufen sich

Damit setzt sich der Trend der vergangenen Jahre fort, dass die Anzahl der Warnmeldungen steigt. Während es 2025 rund 4.671 Warnmeldungen gab, wurden im Jahr zuvor noch 4.137 Produkte gemeldet. Und im Jahr 2023 waren es mit 3.412 Meldungen schon fast doppelt so viele wie im Jahr 2022.

Zwei Gründe sind maßgeblich

Dass die Zahl der Meldungen zunimmt, deutet nicht zwangsläufig darauf hin, dass Verbraucherprodukte insgesamt unsicherer werden. Vielmehr sind dafür zwei Gründe ausschlaggebend: Ein Grund sei, so die EU, die bessere Zusammenarbeit der Überwachungsbehörden einzelner EU-Staaten untereinander. Tatsächlich können durch die verstärkten Durchsetzungsbemühungen gefährliche Produkte schneller erkannt werden. Ein weiterer Grund ist der boomende Onlinehandel. Weil mehr und mehr Produkte über Onlineplattformen verkauft werden, dies aber schwerer zu kontrollieren ist, können Anbieter Vorschriften leichter umgehen. Folglich landen mehr unsichere Produkte auf dem EU-Markt.

Drei Produktkategorien im Fokus

Die am häufigsten beanstandeten Produktkategorien waren ähnlich wie in den Vorjahren Kosmetika, Spielzeug und Elektrogeräte. Sie machten 63 % der Warnungen aus. Nicht neu ist auch die Erkenntnis, dass die meisten unsicheren Produkte aus China stammen und online gekauft wurden.

Bei den Kosmetika betrafen zwei von drei Warnungen den synthetischen Duftstoff 2-(4-tert-Butylbenzyl)propionaldehyd (BMHCA). Der Stoff war in kosmetischen Produkten enthalten, obwohl er seit März 2022 in der EU verboten ist. Er schädigt nachweislich das Fortpflanzungssystem und verursacht eine Sensibilisierung der Haut. Außerdem fanden die Überwachungsbehörden Phthalate in Plastikspielzeug und anderen Kinderprodukten sowie Blei und kurzkettige chlorierte Paraffine (SCCPs) in Lötmaterialien und Kabeln.

Die Reaktion der Behörden

Die Behörden in den einzelnen Ländern ergriffen 5.794 Folgemaßnahmen, darunter auch die sofortige Entfernung der Produkte vom Markt. Da der Onlinehandel längst als Schwachstelle identifiziert ist, werden die Stimmen nach einem zuverlässigen Marktüberwachungs-System in der EU lauter. So forderte die Verbraucherorganisation BEUC die EU-Kommission auf, im Rahmen des geplanten European Product Act eine EU-Marktüberwachungs-Behörde einzurichten – eine Idee, die einige Industriegruppen unterstützen, während andere skeptisch bleiben.

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Weiterführende Links

Safety-Gate-2025-report

 

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