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  ▪︎  REACH

KKDIK nach dem Stichtag: Die nächste Phase der Chemikalienregistrierung beginnt

Mit dem Ablauf der zentralen KKDIK-Registrierungsfrist am 30. September 2026 ist ein wichtiger Meilenstein der türkischen Chemikalienregulierung erreicht. Mehr als 42.000 Registrierungsdossiers wurden bis zu diesem Stichtag im türkischen Chemikalienregistrierungssystem (KKS) eingereicht. Die aktuellen Mitteilungen der türkischen Behörden zeigen jedoch deutlich: Die Frist markiert keineswegs das Ende der Compliance-Anforderungen, sondern den Beginn der nächsten Umsetzungsphase.

Über 42.000 Registrierungen eingereicht: KFT unterstützte zahlreiche KKDIK-Registrierungsprojekte 

Mit der KKDIK-Verordnung hat die Türkei in den vergangenen Jahren ein eigenständiges Chemikalienmanagementsystem aufgebaut, das sich zwar an der europäischen REACH-Verordnung orientiert, jedoch rechtlich unabhängig davon ist. Für viele Hersteller, Importeure und Alleinvertreter stand daher in den vergangenen Monaten die fristgerechte Einreichung von Registrierungsdossiers im Mittelpunkt. Dabei erforderte nicht nur die Erstellung der Dossiers einen erheblichen Aufwand. Auch die Bewertung der relevanten Stoffmengen und die Frage, für welche Stoffe eine Registrierung erforderlich ist, machten umfangreiche Analysen und strategische Entscheidungen hinsichtlich des weiteren Marktzugangs in der Türkei notwendig.

Nach Angaben des türkischen Ministeriums für Umwelt, Urbanisierung und Klimawandel wurden bis zum 30. September 2026 mehr als 42.000 Registrierungen eingereicht. Die große Zahl an Einreichungen verdeutlicht die Bedeutung des türkischen Marktes und den hohen Handlungsdruck, der auf den betroffenen Unternehmen lastete.

Auch für KFT war die vergangene Registrierungsphase on großer Bedeutung. Gemeinsam mit unseren Kunden haben wir zahlreiche Registrierungsprojekte erfolgreich begleitet und damit einen Beitrag zu den fristgerecht eingereichten KKDIK-Registrierungen geleistet. Die hohe Anzahl erfolgreich eingereichter Dossiers zeigt, wie wichtig eine frühzeitige Planung, fundierte Datenbasis und professionelle Projektkoordination bei komplexen Registrierungsverfahren sind.

Das Registrierungsverfahren bleibt weiterhin geöffnet 

Unternehmen sollten die erreichte Frist jedoch nicht als Abschluss des Themas verstehen. Das türkische Ministerium hat ausdrücklich bestätigt, dass das KKS weiterhin geöffnet bleibt. Dadurch können unter anderem Registrierungen und Meldungen weiterbearbeitet, neue Stoffe registriert, bestehende Dossiers aktualisiert sowie technisch bedingte Problemanträge abgeschlossen werden. Gleichzeitig zeigt sich, dass die Arbeit nach dem Stichtag keineswegs abgeschlossen ist. Die eingereichten Registrierungen werden derzeit durch das Ministerium geprüft und bearbeitet. Insbesondere bei kurz vor Fristablauf eingereichten Dossiers ist weiterhin mit laufenden Bewertungs- und Bearbeitungsprozessen zu rechnen.

Darüber hinaus kündigte das Ministerium weitere technische Entwicklungen an. Dazu gehören Funktionen für Mengenbandaktualisierungen sowie Verfahren zur Beantragung von Fristverlängerungen für bestimmte Stoffe mit weiterführenden Registrierungsanforderungen. Zudem bereiten die Behörden verstärkt Kontroll- und Inspektionsmaßnahmen für registrierungspflichtige Unternehmen vor.  

Ausblick: KKDIK bleibt ein zentrales Compliance-Thema 

Mit dem Ende der Einreichungsphase verlagert sich der regulatorische Fokus auf Dossierbewertung, Aktualisierungspflichten und behördliche Durchsetzung. Unternehmen sollten daher ihre eingereichten Registrierungen aktiv überwachen, mögliche Nachforderungen vorbereiten und sicherstellen, dass ihre Stoffportfolios auch künftig vollständig abgedeckt sind. Es ist davon auszugehen, dass Marktteilnehmer künftig verstärkt Nachweise zur KKDIK-Konformität verlangen werden. Darüber hinaus dürfte die Bearbeitung der bereits eingereichten Registrierungen die Behörden in den kommenden Monaten weiterhin intensiv beschäftigen.

Besonderer Handlungsbedarf besteht außerdem bei neuen Stoffen, Änderungen bestehender Registrierungen sowie offenen Registrierungsverfahren. Wer den türkischen Markt weiterhin beliefern oder neu erschließen möchte, sollte die aktuellen Entwicklungen genau verfolgen und rechtzeitig auf neue Anforderungen reagieren. 

KFT unterstützt Unternehmen entlang des gesamten KKDIK-Prozesses, von der strategischen Bewertung der Registrierungspflichten über die Dossiererstellung bis hin zur laufenden Pflege und Aktualisierung bestehender Registrierungen. Gerade in der nun beginnenden Umsetzungs- und Kontrollphase kann eine frühzeitige Überprüfung der eigenen Compliance-Situation helfen, Risiken zu minimieren und den langfristigen Marktzugang in der Türkei abzusichern.

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