EU-Staaten unterstützen das Konzept für Umweltmobilität unter REACH

Neun EU-Mitgliedstaaten sowie verschiedene Verbände und Organisationen befürworten die von Deutschland festgelegten Kriterien für mobile Stoffe. Noch herrscht allerdings Uneinigkeit darüber, wie die Kriterien rechtlich umzusetzen sind.

Der Bericht mit den Kriterien wurde bereits auf der Caracal-Sitzung im Juli vorgestellt. Das Umweltbundesamt hat das Dokument „REACH: Improvement of guidance and methods for the identification and assessment of PMT/vPvM substances“ nun auf seiner Website veröffentlicht.

Inzwischen haben sich zahlreiche nationale Behörden, Verbände und Organisationen zum deutschen Vorschlag geäußert. Das Bundesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Baua) hat die Reaktionen in einem Dokument zusammengestellt. Kommentare kamen von folgenden Institutionen:  

  • von nationalen Behörden der Länder Österreich, Spanien, Finnland, Frankreich, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und dem Vereinigten Königreich. 
  • von fünf Branchenverbänden  
  • vom Europäischen Umweltbüro (EEB) als Dachverband von mehr als 140 Umweltschutzorganisationen 
  • von der Gemeinsamen Forschungsstelle (JRC) als wissenschaftlicher Dienst der EU-Kommission 
  • von EurEau, der Vereinigung der nationalen Verbände in der Wasserver- und Abwasserentsorgung 
  • von der OECD 

Alle fordern Risikomanagement-Maßnahmen für PMTs (Persistent, Mobile and Toxic) und vPvMs (very Persistent, very Mobile). Auch sollten diese Stoffe als besonders besorgniserregende Stoffe (SVHCs) eingestuft werden. Manche Länder möchten die Identifizierung von PMTs und vPvMs zum Beispiel in Artikel 14, Absatz 4, der REACH-Verordnung verankern; andere wiederum präferieren, die Kriterien formell in Artikel 57 (In Anhang XIV aufzunehmende Stoffe) oder in Anhang XIII aufzunehmen. Von einzelnen Institutionen kamen auch noch andere Vorschläge.

Der Festlegung der Mobilitätskriterien ging eine Literaturrecherche voraus. Ausgewertet wurden 25 Studien zwischen 2000 und 2018. Im Zuge dieser Studien identifizierten Wissenschaftler insgesamt 333 Chemikalien, davon 246 im Trink- und 187 im Grundwasser. 142 dieser Chemikalien sind Stoffe, die unter REACH registriert wurden (Stand Mai 2017) (s. UBA-Dokument S.15).

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